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Tuesday, February 14, 2012

when the night has come

Stand by Me - Ben E. King

When the night has come
And the land is dark
And the moon is the only light we'll see
No, I won't be afraid
Oh, I won't be afraid
Just as long as you stand, stand by me
So, darling, darling

(Chorus:)
Stand by me
Oh, stand by me
Oh, stand
Stand by me
Stand by me

If the sky that we look upon
Should tumble and fall
Or the mountains should crumble to the sea
I won't cry, I won't cry
No, I won't shed a tear
Just as long as you stand, stand by me
And, darling, darling

(Repeat chorus)

Darling, darling

(Repeat chorus until fade)

gegen mittag

wir hatten nicht viel Zeit. Viertelstunde Pause und die Zigarette danach. Paul sah uns von weitem zu, wie üblich.

stadtleben

Sie zogen meine Finger aus dem Staub im Hintergrund
meiner Welt, ich schlich grölend davon. So klein
können Menschen gar nicht sein, sagte ich mir. Primaten
unter Blumensträußen, geduckt um eine Zimmernummer
bittend.
Mit einer weissen Kirsche in der Gurgel floss ich aus, süss und
zwei Meter
über Meer, ein Leben in Monaco, ein Steuerfreier, bis heute das
Älteste in meiner Post.
Hier starben, rief ich, 150
Münder unter meinen Streicheleinheiten, hier hat eine Zeit
gelebt. Ich floss aus. Ich hatte mich gesehen. Weiches kaltes Gras
hätte mich auf ein Schicksal als Gesetzgeber vorbereiten
müssen, während ich an meiner Lieblingsspeise (Dörr-
bananen) weiterschliff.

 Urs Engeler

Monday, January 23, 2012

havre-caumartin

gebrauchsschatten

immer wieder
verteilt über die Stunden
Spritzer von Klarheit
die mich niedermähen
*
da gingen sie
weich im Panzer
ruhig gestellt
an Schläuchen
bleich ins Eis
*
keine Überraschungen mehr
unter Teebeuteln verschüttet
der abklingende Ton
Reste eines Seidenflakons
rot blinkende Ziffern

Ivo Sachs (*1974)

versuch XVII

Ich bin der reichste Mann der Welt! // Meine silber-
nen Yachten / schwimmen auf allen Meeren. // Gold-
ne Villen glitzern durch meine Wälder in Japan, / in
himmelhohen Alpenseeen spiegeln sich meine Schlös-
ser, / auf tausend Inseln hängen meine purpurnen Gär-
ten. // Ich beachte sie kaum. // An ihren aus Bronze
gewundenen Schlangengittern / geh ich vorbei, / über
meine Diamantgruben / lass ich die Lämmer grasen. //
Die Sonne scheint, / ein Vogel singt, / ich bücke
mich / und pflücke eine kleine Wiesenblume. // Und
plötzlich weiss ich: ich bin der ärmste Bettler! // Ein
Nichts ist meine ganze Herrlichkeit / vor diesem
Thautropfen, / der in der Sonne funkelt.


Arno Holz (1863-1929)