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Sunday, February 5, 2012

ende und anfang


nur ein paar minuten. da braucht es kein ertasten und erkunden. man kennt sich gut genug. die sonne war noch etwas höher gestiegen, diese wärme konnte man spüren und natürlich die nässe auf unseren bäuchen. einige tropfen perlen seitlich herunter, sonntägliche feuchtigkeit, flecken auf den laken, dein sperma an meinen fingern - mein sperma an deinen fingern - ein sanfter kuss und zwei schwänze die langsam erschlaffen.

sonntagmorgenworte

das geht ohne worte.


du ganz frisch und ich mit den überresten des letzten tages und der letzten nacht. alle empfindung nur auf diese eine stelle konzentriert, den kopf noch im schlafnebel, sanftharter druck. dein eindringen als morgendlicher schmerz. eine mischung zerstossener vokale die aus meinem mund dringt. ich drücke den kopf aufs kissen, die zunge beleckt den weissen stoff. keine laute mehr.

und dann ist alles nur wärme. ich kann dich wieder hören, deine konsonanten die sich mit meinen vokalen vermischen und unsere worte bilden. sonntagmorgenworte.


sonntagmorgenworte.

Monday, January 30, 2012

des gouttes bleus

learning by doing

Es wird eiskalt. Eben noch schnell ein paar Pflanzen ins Treppenhaus gerettet. auch nicht ideal, aber wenn die Minusgrade zweistellig werden, dann hilft es nichts.

Sunday, January 29, 2012

what happened yesterday


Aquarium | pinguinförmige Betrachtung
Die Seeanemone ist dem Menschen erstaunlich
ähnlich, jedenfalls ähnlicher als die Fliege
oder der Fadenwurm.

Süddeutsche Zeitung
die Daseinsfische und Montagequallen.
das geschaute Wasser.
seine Disgeometrie.
die Wellen als schlechte Beispiele
Flügel zu beschreiben.
und Nassvögel auf ihrer Suche nach Tendenzgeschöpfen.
Schreitwürmer in alligatorischen Nestern.
Eintagesmöwen pars pro toto.
an der Kante zum gehärteten Sand
mittlere Balzvorfälle
zwischen Animierwesen und Boykottdrohnen.
daher der feine Film aus Lust
und Aussterbegeräusch.
schönste Kompressionsartefakte.
und durchlässiges Licht.
                          ein längst überwunden geglaubtes Vampirlicht.
                                                   das ich tat.
Ron Winkler (*1973)

am morgen


wir trafen uns wie jeden sonntag